Samstag, 24. März 2012

Weiter gehts! :)

Das Wort zum Sonntag: man erfährt mehr durch ein Schweigen, als durch Worte...
Nyaaaaa, bevor ich wieder vergesse meinen Text hochzuladen hole ich das mal schnell nach :DD



Zehn Minuten später klirrten kleine Steinchen gegen die Fensterscheibe und ließen Leah aufschrecken.
Seth!
Rasch sprang sie auf und rannte zum Fenster. Unterwegs griff sie schnell nach ihrer Jacke und ihrem Ipod.
Leise öffnete sie das quietschende Fenster und schwang sich nach draußen. Auf dem Fensterbrett hockte sie sich hin und ließ ihren Blick prüfend über den Rasen schweifen.
Unter den Bäumen winkte ihr Seth entgegen und bedeutete ihr sich zu beeilen.
Leah biss die Zähne zusammen und ließ sich bäuchlings aufs Schrägdach gleiten. In dieser Lage ließ sie die Beine über die Kante baumeln und ließ sich fallen.
Mit einem dumpfen Laut landete sie auf Händen  und Knien und unterdrückte mühsam ein Ächzen. Langsam sollte sie sich echt eine Trittleiter anschaffen, so oft wie sie in den letzten zwei Monaten aus dem Fenster geklettert war.
Ein ungeduldiges Aufseufzen holte sie zurück in die Gegenwart und rasch rappelte sie sich auf und klopfte sich den Staub von der Hose.
Mit einem mulmigen Gefühl lief sie zu Seth hinüber.
„Hi…“, entfuhr es ihr leicht atemlos und wurde prompt rot.
Anstelle einer Begrüßung nahm Seth wortlos ihre Hand und lief mit ihr los in Richtung Wald, ihren üblichen Weg bei diesen Treffen.
Während ihres Marschs durch den Wald, begann Leah plötzlich zu zweifeln ob es das richtige war Seth anzurufen und um ein Treffen zu bitten. Zwar hatte sie ihn schon öfter nach einem von Brians „Ausrutschern“ angerufen, jedoch wusste er bis heute nicht was  genau die Gründe für diese Treffen waren, noch hatte sie ihn so kurz danach angerufen gehabt.  Natürlich konnte er sich denken dass etwas nicht mit ihr stimmte und dass sie etwas bedrückte, jedoch konnte sie ihn stets mit Ausflüchten ruhig stellen und ihn dazu bringen nicht weiter nachzuhaken.
Jetzt hatte sie Angst  ihm diesmal nicht länger ausweichen zu können, Angst davor dass er den Schmerz und die Angst in ihren Augen erkennen und deuten könnte.
Sie erreichten die Lichtung, „ihre“ Lichtung, und hielten an.
Seth ließ ihre Hand los und drehte sich um.
Prompt setzte Leah ihr übliches Lächeln auf und sah ihn an. Als sie Seth entsetzen Blick bemerkte gefror ihr jedoch ihr Lächeln im Gesicht.
Reflexartig flog ihre  Hand an ihre Wange, welche noch immer kochend heiß von Brians Schlag war.
Wahrscheinlich zeichnete sich noch immer Brians Handabdruck deutlich in ihrem Gesicht ab.
Shit, daran hatte sie nicht gedacht!
„Wer war das?!“, presste Seth zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor, offensichtlich mühsam um Fassung ringend.
„A-ach das? Ach, nicht der Rede wert, es tut nicht einmal weh“, wehrte Leah nervös  kichernd ab, noch immer ihre Wange haltend.
Mit einem wütenden Fauchen packte Seth Leahs Hand und zwang sie so ihre Wange freizugeben.
„Nicht der Rede wert? Das sieht mir alles andere nach nicht der Rede wert aus!“, blaffte er aufgebracht, „Wer war das?!“
Leah biss die Zähne zusammen.
Genau das hatte sie vermeiden wollen! Sie wollte kein verdammtes Mitleid, sie wollte einfach jemanden der ihr half das Ganze für ein Stunden zu vergessen. Warum erkannte Seth das nicht?
Sie war der festen Überzeugung gewesen das er wusste wie sie tickte, doch scheinbar hatte sie sich geirrt.
Seth Augen verengten sich zu Schlitzen.
„Brian!“, knurrte er, „Ich bring den Bastard um!“
Er ließ Leahs Hand los und wollte an ihr vorbeistürmen, als Leahs Hand nach vorne schoss und hielt ihn am Ärmel zurück.
„Lass mich los!“, knurrte Seth, ihr den Rücken zukehrend, „Lass mich los, damit ich ihm das Genick brechen kann!“
„Bitte nicht“, presste Leah schwach hervor, „Bitte.“
Seth wirbelte herum.
„Wie lange tut er dir das schon an? Wie lange verschweigst du mir…“
Weiter kam er nichtmehr, da Leah ihn mit einem Kuss zum Schweigen brachte.
Sie konnte, wollte nichts mehr von Brian und seinen Schlägen hören, noch darüber nachdenken wie es weitergehen würde. Sie wollte den Moment genießen, Seth Nähe genießen.
Nach einigen Schrecksekunden zog Seth Leah an sich und erwiderte den Kuss. Jedoch war ihm deutlich anzumerken das seine Wut noch nicht verflogen war, doch gegen Leahs übliche Ablenkungsmethode kam er nicht an.
Leah verdrängte ihre Tränen, wohlwissend das sobald der Kuss endete sie sich Seth eindringlichen Fragen stellen musste…

 

Chaotischen Dank
eure Lio-chan :)

Dienstag, 20. März 2012

Slowmotion

Für viele nur ein Wort, doch für Nee-chii und mich war es heute Programm.
Heute war endlich mal wieder ein Nee-chii Day angesagt, wenn auch nicht so lange wie geplant, aber dennoch sehr schön :)
Nachdem wir lecker Döner gefuttert haben und endlich mal seit langem wieder einfach nur zusammen quatschen konnten (was ich sehr vermisst hatte :S) sind wir runter an den Rhein, wo wir spekulierten warum uns eine Gruppe von Jungs die ganze Zeit so merkwürdig musterten. Als wir uns dann auf den Weg ins Juz machten und an ihnen vorbeikamen erkannten wir den Grund ziemlich schnell: Es roch seeeeeehr gut! XD
(Insider unter uns wissen was ich meine :p)
Jedenfalls kamen wir auf der Brücke an und auf halben Weg bekammen wir scheinbar einen kleinen Knick und begannen in Slowmotion über die Brücke zu laufen...tja und was soll ich sagen?
Abgesehen davon das wir schräg angestarrt wurden und etliche Autofahrer uns lachend zuhupten, kam dann das allergeilste: ein Jogger (welcher ziemlich gut aussah!) kam uns entgegen gejoggt und...begann auf einmal ebenfalls in Slowmotion zu laufen! Um das ganze dann noch auf die Spitze zu treiben ließ er sich plötzlich zurückfallen und kämpfte gegen den "Gegenwind" an XD
Um es mit Nee-chiis Worten zu sagen: "Made my day!" xxD
Das war´s fürs erste, bin einfach zu müde :D

Chaotischen Dank
eure Lio-chan :)

Samstag, 17. März 2012

Samstagsgeschreibsel :)

Keine Ahnung wie ich auf das Thema komme, aber ich brauchte mal wieder eine Herausforderung, und damit ich mein Versprechen auch einhalte weiterzubloggen, poste ich mal wieder was.
Ich hoffe ich konnte es einigermaßen realistisch rüberbringen, weil ich bisher noch nie so ernste Themen in Angriff genommen habe, aber ich brauchte wie gesagt mal wieder eine Herausforderung (und einen Grund die Buddenbrooks weiter links liegen lassen zu können!)
Nya, entscheidet selbst ob es mir gelungen ist oder nicht:



Die Ohrfeige kam völlig unerwartet.
Leahs Kopf ruckte unter der Wucht des Schlags nach hinten.
Reflexartig flog ihre Hand an die bereits anschwellende Wange, während sie gegen die aufsteigenden Tränen ankämpfte.
Die Blöße würde sie sich nicht geben!
„Wage es dich nicht nochmal so respektlos mit mir zu reden!“, donnerte Brian und sah sie angewidert an, „Und hör auf zu heulen, das ist widerlich!“
Leah biss die Zähne zusammen und nickte.
Mühsam beherrscht schlich sie an ihm vorbei die Treppe hinauf.
Mit jeder Stufe die sie erklomm wurde sie schneller.
Raus, einfach nur raus!
Sie riss ihre Zimmertür auf und drückte sie rabiat ins Schloss. Mit fahrigen Fingern verschloss sie die Tür. Probeweise rüttelte sie an der Tür ob sie auch wirklich verschlossen war.
Erst als sie sicher war das alles verschlossen war, ließ sie sich mit dem Rücken an der Tür entlang zu Boden gleiten.
Wie sie diesen Mistkerl hasste!
Vorsichtig berührte Leah ihre Wange, welche brannte Feuer.
Seit knapp zwei Monaten lebte sie nun bei ihrer Tante und Brian und seitdem auch mit den Schlägen. Oftmals sind es nur Kleinigkeiten die dazu führen das Brian die Hand „ausrutscht“ wie er es nennt, wie ein Augenverdrehen oder gar das sprechen ohne Augenkontakt.
An sich würde Leah damit zurechtkommen, man konnte es vermeiden indem man sich an die Regeln hielt, aber das was ihr am meisten zu schaffen machte, war die Tatsache das ihre eigene Tante daneben stand und es tatenlos geschehen ließ. Sie griff nicht ein um Leah zu schützen, im Gegenteil sie fand sogar noch Rechtfertigungen für die Schläge. Dies bestärkte Brian in seinem Tun, und so schlug er mittlerweile sogar zu wenn Leah nur atmete, einfach weil sie da war und er seinen Aggressionen Luft machen musste.
Ihren Eltern konnte sie von alledem nichts erzählen, da diese nicht aufzufinden waren. Seit einer Expedition in Sibirien vor knapp drei Monaten waren sie verschwunden.
Einen Monat lang schaffte es Leah das Verschwinden ihrer Eltern vor den örtlichen Behörden zu vertuschen, doch nachdem das Haushaltsgeld ausgegangen war und die Nachbarn misstrauisch wurden, flog die ganze Maskerade auf und Leah wurde bei ihrer Tante und deren Lebensgefährten untergebracht.
Das Ganze geschah gegen ihren Willen, aber mit ihren siebzehn Jahren hatte sie eben noch nichts zu sagen und hatte natürlich auch keine eigene Meinung.
Wenn nur endlich ihre Eltern zurückkehren würden, dann hatte dieser ganze Albtraum endlich ein Ende!
Das Piepen ihres Weckers ließ Leah aus ihren düsteren Gedanken aufschrecken.
Mitternacht.
Ob er wohl noch wach war…?
Normalerweise lag Leah viel daran den äußeren Schein zu wahren und sich von nichts und niemandem abhängig zu machen, doch in Momenten wie diesen konnte sie es einfach nicht.
Trotz ihrer Zweifel fischte sie aus ihrer Hosentasche ihr Handy und wählte.
Nach schier endlosen Minuten meldete sich eine verschlafene Stimme.
„Ja?“
„Shit, hast du schon geschlafen?“, fragte Leah schuldbewusst, „Dann schlaf weiter, ich melde mich morgen nochmal bei dir und…“
„Wenn es bis morgen hätte warten können, hättest du nicht jetzt angerufen, also sag an“, unterbrach Seth sie rüde und gähnte lautstark.
Leah biss sich auf die Lippen, wusste sie doch wie wenig Schlaf Seth bedingt durch die Arbeit bekam. Sie hätte nicht anrufen sollen, das war egoistisch und falsch.
„Erde an Leah? Was ist los?!“
Leah schloss die Augen.
„Hast du Zeit, ich brauche dich“, flüsterte sie und hatte Angst vor der Antwort.
Bitte sag ja, bitte sag!
„Gib mir zehn Minuten, dann hol ich dich ab!“
Damit legte Seth auf und Leah war sich wieder ihren Gedanken überlassen, doch diesmal mit einem Lächeln.
Wenn sie jemand auf andere Gedanken bringen konnte, dann Seth.
Ganz bestimmt....

Chaotischen Dank
eure Lio-chan :)