Samstag, 5. November 2011

Irgendwo mittendrin, und doch voll im Bilde ;)


Und weiter geht’s  mit meinem Traum.  Das ist übrigens der vorletzte Traum den ich noch im Kopf habe, ab dann werde ich wohl improvisieren mal sehen wie ich Lust und Laune und natürlich auch Ideen habe ;)

Keuchend lehnte ich an der Wand und wischte mir das Blut aus den Augen.
Vor mir, in einer breiten Blutlache, lag ein toter „Schemen“. Nun, wo er reglos vor mir lag sah ich endlich wie diese Wesen wirklich  aussahen. Es hatte eine lange Hundeartige Schnauze, schmale gelbe Augen mit  grünen Pupillen, die gebrochen ins Leere starrten. Sei gesamter Körper war von einer Art schwarzen Fell bedeckt und rochen nach Verwesung.  Seine Pfoten waren mit schweren Krallen versetzt, jede einzelne so lang wie meine Hand.
Zitternd hob ich den Kopf und sah hinüber zu Damon, der sich soeben erhob und sich die Haare aus dem Gesicht strich und mich ansah.
Ich zuckte unter seinem angriffslustigen Blick zusammen.
„Was ist? Hast du erwartet das es hier jetzt Friede, Freude, Eierkuchen ist, oder was?!“, fauchte er aggressiv und trat einen Schritt auf mich zu.
Hektisch schüttelte ich den Kopf und presste mich enger an die Wand. Ich mochte  es nicht wenn er so war, das verunsicherte immer wieder. So sehr das ich alles was er zuvor sagte oder tat anzweifelte.
Ich schielte auf Damons Brustpanzer, der tiefe Kratzer aufwies und aus denen Blut hervortrat, was ich mit Schrecken feststellte.
„I-ich hol den Verbandskasten“, stammelte ich und rannte los, bevor Damon etwas erwidern konnte.
Während ich den Gang hinunterhastete dachte ich an die Zeit vor den Angriff zurück.
Es war während der Schulzeit passiert, mitten im Matheunterricht. Das war das schlimmste: das der normale Ablauf, der ewige Trott einfach unterbrochen wurde.
Zugegeben Jenni und ich haben unterm Tisch gedaddelt anstatt aufzupassen, als der gellende Schrei und dieses grausame Jaulen uns zusammenfahren ließ.
Erst hielten wir es alles nur für einen Scherz, bis die hinteren Fenster brachen und die „Schemen“ brachen durch. Einsetzt sprangen die hinteren Reihen auf und rannten zur Tür.
Jenni, mal wieder völlig im Headshoot-Wahn, bekam mal wieder nichts mit.
Entsetzt riss ich sie hoch und schubste sie Richtung Tür, zu denen auch der Rest stürmte.
„Was ist denn manno, ich war kurz vor einem Headshoot und du-AAAAAAHHH VERDAMMTE SCHEIßE WAS IST DAS?!“, kreischte sie prompt.
„WOHER SOLL ICH DAS WISSEN, LAUF!“, brüllte ich und rannte mit ihr die Treppen hinunter.
Wir waren die letzten aus unserem Kurs, wie ich mit Schrecken feststellte, als mich ein lautes Krachen und ein Knochenknacken zusammenfahren ließ.
Ersteres stammte von der Physiktür, die nun zersplittert in den Angeln hing und voller Blut war.
Letzteres stammte von Jenni, die wimmernd am Boden lag und sich ihre Hüfte hielt.
„Sag mir nicht das sie ausgerechnet jetzt rausgesprungen ist?!“, japste ich.
„O-okay, dann sag ich das nicht“, keuchte Jenni mit zusammengebissenen Zähnen.
Aus den Augenwinkeln bemerkte ich das sich unsere Verfolger immer näher ran pirschten.  
Mit einem wütenden Schrei warf ich mir Jenni über die Schulter und segelte unterm dem Schwung fast die Treppe runter. Gerade noch rechtzeitig fing ich mich wieder und raste los.
„Aber wir wollten ja unbedingt nicht zum Arzt gehen!“, fluchte ich lauthals.
„Jaja, ich bin böse ich weiß und warum trägst du mich wie ein Sack Kartoffeln?!…Ey man die sehen aus wie hässliche Teddybären“, staunte Jenni.
„Toll, jetzt wissen wir wenigsten WAS uns killen will!“
Schlitternd erreichten wir das Foyer wo ich mich panisch umsah. Überall klebte Blut und aufgeregte Schüler,  die zum Ausgang stürmten.
Prompt schloss ich mich ihnen an und draußen angekommen sah ich mich panisch um.
Ich musste Jenni wegschaffen, sie konnte niemals weiterlaufen und alleine war ich schneller.
„Verdammt!“, fluchte ich, als ich Anakondas (Name verändert^^) Wagen entdeckte.
Ich schoss auf ihn zu, riss die Beifahrertür auf und stieß Jenni auf den Beifahrersitz.
„Schaff sie von hier weg! WO sind die anderen?!“
Anakonda sah mich überrascht an
„Mit den anderen Wagen weg…HEY WOHIN GEHST DU?!“, brüllte er als ich losrannte.
„KOMM ZURÜCK!!!!“, schrie Jenni panisch.
„FAHRT LOS, ICH KOMM NACH!“, brüllte ich rennend.
Ich musste unbedingt nachsehen ob meine Familie noch zuhause ist und sie womöglich von ihr wegschaffen. Ich wusste das Jenni sofort begriffen hatte was ich vorhatte, denn die quietschende Reifen  von Anakondas Wagen ließen mich etwas entspannen.
Sie brachten sich doch noch in Sicherheit.
Ich rannte an der Schule vorbei Richtung Heimat, ich musste mich beeilen, ich musste…
„Hey!“
Damons sanfte Stimme holte mich zurück in die Gegenwart.
Verwirrt sah ich ihn an.
Ich stand im Vorratsraum und hielt den Verbandskasten in den Händen.
Wie lange stand ich nun schon hier und dachte an die Ereignisse von einer Woche zurück?
„Hast du wieder daran gedacht?“ fragte Damon sanft und zeichnete mit dem Fingern sanft eine meiner Tränenspuren nach.
Ich hatte nicht mal bemerkt dass ich weinte!
Mit tränennassen Augen sah ihn an, mit meinen Gefühlen und Erinnerungen völlig überfordert.
„Hey, ist okay, lass es raus, es ist okay“, wisperte Damon mir zu und zog mich in seine Arme.
Sofort krallte ich mich an ihn und mit einem leisen Schluchzen brachen die letzten Dämme und schluchzte hemmungslos auf.
Seit jener Mathestunde habe ich Jenni nicht mehr gesehen, nicht mal ein Lebenszeichen von ihr gehört. Ich wusste nicht ob sie es geschafft hatte zu fliehen und es ihr gut geht.
Ebenso stand es um meine Familie. Sie waren spurlos verschwunden, sogar von unseren Haustieren hatte jede Spur gefehlt…..

Danach bin ich heulend wachgeworden und bin auch  nicht mehr so schnell eingeschlafen.
Selbst jetzt hab ich eine Gänsehaut wenn ich mich zurückerinnere…ohne meine Freunde, meine Family und meine beste Freundin geht nichts!
Ohne sie bin ich nur ein halber Mensch, besonders ohne meine Nee-chii denn sie ist meine andere Hälfte, mein Yin zu meinem Yang <3
So, das wars von mir und meinem vorletzten Traum :)
Dankeschön fürs Lesen :D

Chaotischen Dank
eure Lio-chan